Am vergangenen Freitag haben wir beim Panel Imagine Togetherness – Wie wir die Zukunft der Livemusik sichern auf dem Reeperbahn Festival den offiziellen Startschuss für den Live Music Fund Germany gegeben.
Folgende zwei Zitate vom Panel fassen die Dringlichkeit vielleicht am besten zusammen (weitere Zitate in der unten verlinkten Pressemitteilung):
In den Clubs schlägt das Herz der Livekultur – sie sind Möglichkeitsräume und Wunschmaschinen. Ohne sie stirbt die Vielfalt.“
(Berthold Seliger)
„Ich habe ein Problem mit reiner Freiwilligkeit – warum sollten große Player freiwillig abgeben? Es braucht klare Regeln und im Zweifel ein Gesetz.“
(Martin Rabanus, MdB SPD, Sprecher für Kultur und Medien)
Auf dem Panel (moderiert von Daniel Koch) diskutierten Benjamin Fischer (Redakteur, FAZ), Berthold Seliger (Berthold Seliger – Büro für Musik, Texte und Strategien, Geschäftsführer), Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg), Christopher Annen Musiker, Vorstand PRO MUSIK Verband), Daniel Schliesing (MdB, Die Linke), Detlef Schwarte (CEO Reeperbahn Festival), Felix Grädler (Vorstandsmitglied, Bundesstiftung Livekultur und Projektleiter Live Music Fund), Isabel Roudsarabi (Mitgründerin und Geschäftsführerin Höme), Martin Rabanus (MdB, SPD, Sprecher für Kultur und Medien), Karsten Schölermann (Bundesstiftung LiveKultur, 1. Vorsitzender)und Pamela Schobeß (Vorstandsmitglied LiveKomm, Gretchen Club Berlin).
Die Diskussion hat gezeigt, wie breit der Handlungsdruck gesehen wird: Clubs und Spielstätten kämpfen mit minimalen Renditen, junge Bands haben kaum noch Chancen auf bezahlbare Bühnen, während Superstars volle Stadien füllen. Gleichzeitig herrscht Konsens, dass es nicht ohne die Verantwortung der großen Player geht – sei es über Ticketingunternehmen, Veranstalter:innen oder eine gesetzliche Regelung. Politik und Branche betonten gleichermaßen, dass die Basis gesichert werden muss, wenn Vielfalt und Nachwuchs eine Zukunft haben sollen.
Dass wir diesen Schritt nun gehen konnten, verdanken wir maßgeblich den über 50 Gründungspartner:innen. Vielen Dank für Eure Unterstützung, das Vertrauen und den gemeinsamen Idealismus – nur so können wir dieses Projekt tragen und zum Erfolg machen.“
(Felix Grädler, Vorstand Bundesstiftung LiveKultur und Initiator des LiveMusicFund)
Medienecho: Der Live Music Fund im Gespräch
Die Vorstellung des Fonds hat bereits ein breites Echo in den Medien gefunden. Einige ausgewählte Berichte und Beiträge:
Deutsches Musikinformationszentrum
ZDF heute journal, 17.09.2025, ab Minute 26:04
Corso, Deutschlandfunk: Kunst & Pop
Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam noch weitere Partner:innen mit an Bord zu holen – insbesondere Künstler:innen, die den Fonds mittragen und sichtbar machen können.
Lasst uns gemeinsam weiter daran arbeiten, die Livemusikkultur solidarisch und nachhaltig zu sichern.
Im Folgenden die offizielle Pressemitteilung mit allen Details und ausgewählten Zitaten aus der Diskussion.
Darüber hinaus stehen Fotos vom Panel zur Verfügung, die Ihr gerne nutzen könnt (bitte mit Credit: Kevin Winiker Fotografie).